Dieses Bike habe ich in erster Linie für mich selbst gebaut, da ich nach wie vor extrem Spass daran habe Bikes zu designen..und nach den ganzen Kundenbikes hatte ich einfach wiedermal Bock meine eigenen Ideen umzusetzen. 

Den Tank und das Heck habe ich aus Clay modelliert. Den Tank hat mir dann mein guter Kumpel Chris Märtl/Ex-Custom Wolf, welcher schon früher diverse Tanks für mich gebaut hat, aus Alu gedengelt. Das negativ fürs Heck hab ich selbst laminiert und dann aus Zeitnot von einer Firma das positiv fürs Heck wie auch die Seitendeckel, herstellen lassen.

Auch die Griffe habe ich konventionell am Drehbank aus Flugzeugaluminium (7075) hergestellt. Ein Freund hat mir dann auf der CNC-Fräsmaschine noch die Gaskabelzug-Aufnahme am Gasgriff eingefräst. Weitere Teile wie Frontmaske, die dazugehörigen Halter, Gabelabdeckungen, komplette Fussrastenanlage, Zahnkranz, Abdeckplatte für unters Heck, Nummernschild/Blinkerhalterung sind Eigenproduktionen.

 

Die Bezeichnung "Triton" ist eine Kombination aus" Triumph" und "Norton". Man sagt, dass eine Triton das Beste von Triumph und Norton in sich vereint! Tatsächlich baute Norton mit ihren "Featherbead"-Rahmen in den 60er Jahren den besten, käuflich erhältlichen Rahmen. Der Rahmen wurde für die legendäre Norton Manx Rennmaschine entwickelt, fand dann aber auch den Weg in die Serienproduktion als "Slimline" und "Wideline" Variante.

Triumph baute die hervorragenden Zweizylinder Motoren ( T100;T120;T140) welche alle auf dem Design des 1937 vorgestellten "Speed Twin" basierten. Es war also nicht mehr als logisch, dass findige Köpfe aud die Idee kamen, diese zwei hervorragenden Komponenten zu kombinieren. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Hersteller der "Tritons" war sicherlich Dave Degens. Er war nicht nur kommerziell sehr erfolgreich mit dem Bau der "Tritons" sondern auch sehr erfolgreich mit "Triton" Rennmaschinen. Die "Triton" wurde somit auch zur "Poor Mans" Rennmaschine. Was andererseits zur Folge hatte, dass die "Triton" zum Synonym des in den 60er Jahren entstehenden "Cafe Racer" Kultes wurde.

Jede "Triton" ist ein Unikat und bis heute ein äusserst begehrtes Motorrad. Es ist deshalb nicht mehr als logisch, nach der Wiederbelebung von Triumph und Norton, diese zwei Produkte aufs neue zu kombinieren.. 

Einerseits baut Triumph Hinkley seit 2001 erfolgreich luftgekühlte Zweizylinder Motorräder, welche bezüglich Qualität einen hervorragenden Ruf besitzen. Vor allem die Motoren sind sehr zuverlässig und besitzen ein gewaltiges Tuningpotential. Bezüglich Design und Fahrwerk sind die Meinungen jedoch geteilt.

Andererseits baut Norton seit 2009 wieder die "Commando", welche auf Anhieb beim Publikum auf grosses Interesse stiess. Die neue "Commando 961" ist ein hervorragendes Motorrad. Beim Motor haben sich jedoch ein paar Schwächen eingeschlichen. Somit ist die Situation ähnlich wie in den 60er Jahren.

Warum also nicht das Beste der zwei Welten aufs Neue vereinen...?

Was sich so einfach anhöhrt hat sich am Ende zu einem 450h Projekt entwickelt. Der Motor passte nur sehr knapp und mit umfangreichen Modifikationen am Rahmen in das Norton Fahrgestell.
Sämtliche Motor-und Schwingenaufnahmen mussten neu konstruiert und bei uns im Haus gefertigt werden.

Der Schwingendrehpunkt wurde ausserdem so positioniert, dass er sich vom originalen kaum unterscheidet und so die guten Eigenschaften des Norton-Fahrwerks nicht verändert wurden.

Ausserdem wollte der Kunde nicht einfach einen originalen Triumph Thruxton Motor in seinem neuen Traumbike..wenn dann sollte es die auf 1087ccm aufgebohrte und auf 106PS und 115Nm getunte Version sein. Passend zur Hubraumerweiterung wurde eine neue Auspuffanlage aus Edelstahlrohren mit grösserem Durchmesser angefertigt.

Was uns auch nicht sonderlich gefiel, war das originale Heck der Norton Commando. Nach unserer Meinung war das Heck zu gross.

Deshalb haben wir ein neues nach unserem Geschmack angefertigt, welches sich am Design und der " Linie" des Tanks orientiert.

Wir wollten aber kein typisches Custombike bauen, sondern haben bewusst den Charakter und die originale Optik weitestgehend beibehalten. Man sollte erst auf den zweiten Blick erkennen dass es eben nicht nur eine umlackierte Norton sondern eben eine mit viel Aufwand gebaute Triton ist.

Wir bieten die "New Triton" in verschiedenen Optionen an. Frei wählbar sind dann die Lackierung, Heck inkl. neuem Sitzpolster, Räder, Gabel, Brems-und Kupplungshebel, Lampe, Blinker, Sitzbezug, Motor Tuningstufe, Auspuffanlage.